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Die Kraftwerksgruppe Jansen wurde in 3 Bauabschnitten zwischen den Jahren 1951 und 1961 erbaut. Der erste Bauabschnitt umfasste die Errichtung der Talsperre Trausnitz mit dem Sperrenkraftwerk, das im Herbst 1952 als erstes in Betrieb kam, außerdem das Pumpspeicherwerk Reisach, das in der ersten Planung nur für 2 Pumpspeichersätze mit je 33 MW Leistung vorgesehen war. Die Bauzeit des ersten Bauabschnitts richtete sich in der Hauptsache nach der Bauzeit des 1315m langen Reisachstollens, der von zwei Seiten, vom Kraftwerk Reisach und vom Hochspeicher Rabenleite aus vorgetrieben wurde. Im Verlauf dieses Bauabschnitts wurde beschlossen, das Kraftwerk Reisach mit 3 Maschinensätzen zu bestücken. Die Folge davon war, dass der Hochspeicher und der Trausnitzspeicher im Betriebswasserinhalt vergrößert werden mussten. Beim Trausnitzspeicher war dies verhältnismäßig einfach: Die Stauklappen für die Hochwasserabführung wurden um 1m erhöht. Beim Hochspeicher war eine Erhöhung des Umfassungsdammes zu diesem Zeitpunkt auch noch ohne Schwierigkeiten möglich, so dass diese beiden Speicher im Endausbau einen Nutzinhalt von je 1,5 Mill. m3 erhielten. Noch innerhalb dieses Bauabschnittes, 1954, wurde mit der Erhöhung der Kainzmühlsperre und dem Vortrieb des Eulengrundstollens sowie dem Bau des Kraftwerks Tanzmühle begonnen. Hier wurde zunächst nur eine 2,8-MW-Laufturbine für die Verarbeitung des Zulaufwassers der Pfreimd aufgestellt. Im Sommer 1955 kamen die ersten beiden Pumpspeichersätze im Kraftwerk Reisach und gleichzeitig die Laufturbine im Kraftwerk Tanzmühle in Betrieb. Der erste Bauabschnitt war damit abgeschlossen. In den Jahren 1958 und 1959 wurde dann im zweiten Bauabschnitt das Kraftwerk Tanzmühle mit einem Pumpspeichersatz von 33 MW Leistung ausgebaut und über den ebenfalls während dieser Zeit errichteten Weinbergstollen an den Steigschacht des Reisachstollens angeschlossen. Die Maschine kam im Herbst 1959 in Betrieb. Im dritten Bauabschnitt 1960/61 wurde das Kraftwerk Reisach durch die Aufstellung eines 3. Maschinensatzes, gleicher Ausführung wie die beiden ersten, fertig ausgebaut. Mit der Inbetriebnahme dieser Maschine im Sommer 1961 war der Ausbau der Kraftwerksgruppe Jansen dann abgeschlossen. Im einzelnen besteht die Kraftwerksgruppe Jansen aus den folgenden Anlageteilen: Kraftwerke 1. Pumpspeicherwerk Tanzmühle Installiert sind: 1 Pumpspeichersatz, bestehend aus einer Francisturbine mit 35 MW Leistung und einer Zentrifugalpumpe mit 25 MW Leistungsaufnahme sowie eine Laufturbine (Francisturbine) mit 2,8 MW Leistung. Mittleres Gefälle des Pumpspeichersatzes 122,5 m, mittleres Gefälle der Laufturbine 27 m. 2. Pumpspeicherwerk Reisach Installiert sind: 3 Pumpspeichersätze mit 3 Francisturbinen je 35 MW Leistung und 3 Zentrifugalpumpen mit je 28 MW Leistungsaufnahme. Mittleres Gefälle 180 m. 3. Ausgleichswerk Trausnitz Installiert sind: 2 Kaplanturbinen mit einer Leistung von zusammen 1,75 MW. Mittleres Gefälle 11,2 m. Wasserhaltungen 1. Oberspeicher Kainzmühlsee Nutzinhalt 800 000 m3, oberer Betriebswasserspiegel 458,0 m ü. NN., Wasserspiegelschwankung 4,00 m. 2. Hochspeicher Rabenleite Nutzinhalt 1,5 Mill. m3, oberer Betriebswasserspiegel 586,15 m ü. NN., Wasserspiegelabsenkung 15,4 m. 3. Unterspeicher Trausnitzsee Nutzinhalt 1,5 Mill. m3, höchster Betriebswasserspiegel 401,95 m ü. NN., Wasserspiegelabsenkung 3,95 m. |